Am 09. April 1965 stellte der damalige Pfr. Lüssem beim Bischöflichen Generalvikariat in
Trier den Antrag zur Erlaubnis, die 2 neuen Glocken, die gespendet wurden, zu weihen. Der
erzbischöfliche Glockenexperte der Diözese Freiburg in Karlsruhe hatte die Prüfung der
Glocken abgenommen.
Durch die Beschlagnahme im 2. Weltkrieg hatten wir die dritte Glocke nicht mehr
zurückerhalten, sodass durch die Weihe der 2 neuen Glocken nun ein Geläute von 4 Glocken
in der Pfarrkirche "St. Ägidius" Bad Salzig besteht. Pfr. Lüssem und Domkapellmeister
Schuh aus Trier hießen die Komposition der 4 Glocken des "Salve regina" für gut.
Am Ostersonntag 1965 wurden dann nachmittags in der Pfarrkirche "St. Ägidius" Bad Salzig
durch den Hochw. Herrn Domkapitular Prälat Schmitz, aus Trier, die beiden neuen
Kirchenglocken geweiht. Die Größte mit 20 Zentnern zu Ehren des hl. Ägidius und die
Kleinste zu Ehren des hl. Nikolaus.
Jeder durfte nach Abgabe eines kleinen Obolus mit dem Hammer auf die neuen Glocken
schlagen, die an den Stufen zum Hochaltar aufgestellt waren.
Beide Glocken sind in ihrer Form einfach, ohne Verzierungen und tragen folgende Inschriften:
Am Weißen Sonntag, den 24. April.
l965 läuteten zum erstenmal elektrisch alle 4 Glocken, die Marienglocke von 1471
(älteste Glocke), die Josefsglocke von 1861 und die beiden neuen Glocken,
die Ägidiusglocke und Nikolausglocke, zusammen. Dieses Festgeläute war für Jung und Alt
eine unvergessliche Erinnerung.
In der Woche nach Weißen Sonntag wurde eine neue elektrische Uhr am Kirchturm der Kath.
Pfarrkirche "St. Ägidius" angebracht. Sie schlug zum erstenmal am 28. April 1965. In der
ersten Zeit schlug die Uhr nur bis 22.00 Uhr, später jedoch wieder die ganze Nacht durch.